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Montag, 12. Dezember 2011

Hilfe, ich krieg keine Luft!!

Bin ich froh, dass ich wieder zurück in Chile bin. Die Leute, das Essen, der Verkehr, die Luft, das Chaos. Ich hab mich nie so richtig wohl gefühlt in Bolivien. Leider war ich aber auch nur an sehr touristischen Orten und am Schluss hab ich mir noch eine Magenverstimmung eingeholt und musste 1 Tag in La Paz im Bett verbringen!

Ich war nun 2 Wochen immer auf 3600m - 5000m. Vor meiner Reise war ich noch nie höher als 4100m!! Der Körper passt sich erstaunlich schnell an die Höhe an, mein Kopf jedoch nicht. Seit dem Wespenstich in meinen Hals vor 2 Jahren, hab ich ein bisschen ein Trauma und krieg Panik, sobald ich nicht mehr so viel Luft kriege. Ab 4000m merkt man, dass da nicht mehr so viel Luft vorhanden ist. Zum Glück gibs Coca-Blätter. Der Puls und die Atmung wird sofort ruhiger.

Ich hab meine Coca-Blätter jedoch vor dem Grenzübertritt nach Chile weggeworfen. Zum Glück haben das nicht alle gemacht und die Indianerfrau neben mir im Bus hat mich wieder mit genug Material ausgerüstet.
Ab jetzt gehören die Blätter zu meiner Reiseapotheke. Bin fasziniert von diesem Wundermittel!!

La Paz war, wie erwartet, nichts berauschendes. Das Zentrum der Stadt liegt im Tal und ist auf 3600m. Rundherum gehts hoch bis auf 4000m. Viele Kabel, viel Smog, viel Gehupe!!

Das einzige, das mir gefällt sind die farbigen Dodge Busse..

Wie immer verbringe ich nicht viel Zeit in der Stadt. Die Natur ruft..

Nahe der Stadt ist die weltbekannte Todesstrasse. Eine Passstrasse zwischen La Paz und Las Yungas (4700m - 1100m). Bis 2007 fuhr der ganze Verkehr (Lastwagen, Privatverkehr, Touristen, ..) über diese schmale Flurstrasse und es gab auch entsprechend viele tödliche Unfälle. Zeitweise geht es über 500m senkrecht in den Urwald, da findet dich keine Sau mehr!

Seit rund 5 Jahren jedoch gibt es einen neue zweispurige, asphaltierte (bolivianisch asphaltiert!!) Strasse. Die alte Strasse wird eigentlich nur noch von Touristen befahren!

Es war faszinierend, wie sich das Klima geändert hat. Beim Start hatte ich das Gefühl, als wär ich auf dem Furkapass..

und am Ziel waren wir mitten im Urwald.

.. und eines hab ich dort unten gelernt: Nie mit kurzen Hosen im Urwald sitzen!!!

Nach diesem Ausflug in den Urwald gings zum Titicacasee. Genauer auf die Isla del Sol (4000m). Schon die Fahrt nach Copacabana war ein Erlebnis, da unser Bus auf einer kleine Fähre verschifft werden musste.
 
Am Ufer der Isla del Sol angekommen, musste zuerst mal 200Hm überwunden werden. Und das auf 4000m!! Zum Glück hatten schon die Inkas dieses Problem und haben dafür eine Treppe gebaut..

Anstregend war es trotzdem:-). Dafür wurden wir dann zuoberst mit einer traumhafen Aussicht belohnt.

Und die Sonnenuntergänge waren natürlich auch wieder traumhaft.

Leider hab ich am letzten Tag einen schlechten Fisch gegessen, so dass ich dann mit Magendarmprobleme die Insel verlassen musste. Es war jedoch eine wunderschöne Zeit.

Nun bin ich seit 2 Tagen wieder in Iquique und mir gehts wieder super. Hab jedoch beschlossen, dass ich nun mehr Zeit an einem Ort verbringe, anstatt immer gerade wieder weiterzureisen.
Wahrscheinlich werd ich dann noch ein paar Tage in Arica verbringen und dann direkt nach Lima fahren.

Wo es im neuen Jahr hingeht ist immer noch offen. Ich lass mich überraschen..

Suerte,
Miquel


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